Sich auf schwierige Situationen / Konflikte vorbereiten lernen.

  • Ziele:
    • Bewusstmachung von dysfunktionalen Übertragungsphänomenen anhand eines „in-Session-Fokus“ im Kontakt mit dem Therapeuten
    • In der Folge: Schnelleres Erkennen von drohenden konfliktreichen Interaktionen in anderen Beziehungen des Patienten und Abwendung derer

 

  • Anwendungsbereiche:
    • Patienten, mit häufigen dysfunktionalen Übertragungsphänomenen (im diagnostischen Sinne: paranoide, narzisstische oder dissoziale Persönlichkeitszüge)
    • Patienten (und Therapeuten) mit geringer Zugänglichkeit für komplexe beziehungsfokussierte psychotherapeutische Systematiken
    • Patienten, bei denen übertragungsfokussierte Therapie wegen zu geringer Konflikttoleranz nicht anwendbar oder verfügbar ist

 

  • Durchführung:
    • Einzelsetting
    • Behutsame, selbstwertbewahrende Benennung eines aktuellen Konflikts innerhalb der therapeutischen Sitzung
    • Erarbeitung des zentralen Inhalts dieses Konflikts
    • Erarbeitung von konfliktdeeskalierenden und „ent-emotionalisierenden“ Verhaltensplänen (z. B. in Form von Selbstverbalisationen) mithilfe der Metapher eines „Impfstoffs“
    • Analyse der Wirksamkeit dieser Verhaltenspläne, ggf. Anpassung

 

  • Wirkmechanismen

Neben den nachweislich wirksamen Techniken der Selbstverbalisation im Meichenbaum’schen Stressimpfungstraining ist die mögliche implizite Beziehungserfahrung durch den In-Session-Fokus der Intervention insbesondere erzielbar durch den versachlichenden, ent-emotionalisierenden und damit auch bei erhöhter Kränkbarkeit und Argwohn anwendbaren „Stil einer Arbeitsbeziehung“, dass von Konflikten nicht zwangsläufig eine Bedrohung des Selbstwerts oder ein Beziehungsabbruch ausgehen muss.